Fledermaus-Diaserie: Beschreibung ... 

... mit 40 Fledermausbildern
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Fledermäuse in Mitteleuropa Dia–Serie  
Thomas Stephan & Markus Dietz

Impressum 
Fotos

Thomas Stephan


Konzept & Text

Thomas Stephan und
Markus Dietz

Grafik
Martina Foßhag 

Die Dia-Serie ist entstanden im Auftrag des Bundesamtes
für Naturschutz (BfN), mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Sie ergänzt das "Infopaket Fledermausschutz", das im Rahmen eines E&E-Vorhabens zum Schutz von siedlungsbewohnenden Fledermausarten entwickelt wurde.

Anschrift
Thomas Stephan,
Wiener Weg 12, 89597 Munderkingen
thomas.stephan-foto@t-online.de 

Copyright
Thomas Stephan 
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung der Verfasser unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Publikationen und die Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Einleitung 
Natur in Mitteleuropa ist geprägt von den vier Jahreszeiten. Frühling, Sommer, Herbst und Winter bestimmen den Lebensrhythmus von Pflanzen und Tieren. Nicht umsonst wäre in Mitteleuropa der sommer-grüne Laubmischwald das natürliche Landschaftskleid. Vor dem winterlichen Frost schützt er sich, indem er seine Blätter abwirft. In den Knospen der Äste wartet aber bereits die neue Blättergeneration, um mit der Wärme des Frühjahrs mit Macht ans Licht zu wachsen. Viel unbemerkter von uns Menschen bestimmen die Jahreszeiten auch das Leben unserer Fledermäuse. Während der Sommermonate fällt ihr kapriolenhafter Flug dem aufmerksamen Beobachter im Garten oder bei einem abendlichen Spaziergang auf. Im Winter sind sie scheinbar verschwunden. Über Jahrhunderte war ihr herbstliches Verschwinden eines von vielen Rätseln ihrer Lebensweise. Ihr schatten-hafter nächtlicher Flug und ihre dunklen Tagesverstecke weckte die Phantasie und nährte den Aberglauben. Erst mit Hilfe moderner Techniken gelang es, ihre Orientierung mittels Ultraschall nachzu-weisen. Nun wissen wir, dass sie mit den Händen fliegen und mit den Ohren "sehen". Durchaus ein Erfolgsmodell der Evolution, wie 50 Millionen Jahre alte Fossilienfunde belegen. Seit dieser langen Zeit haben sich weltweit immerhin mehr als 800 Fledermausarten entwickelt. Die meisten von ihnen leben in den tropischen Regionen der Erde. Sprach man früher von "der Fledermaus", so genügt schon der Blick in die verschiedenen Gesichter, um zu wissen, wie unterschiedlich die Tiere sind. In Deutschland findet man immerhin noch 21 Fledermausarten, die angepasst an den Wechsel der Jahreszeiten hier ihre Jungen zur Welt bringen. Sie stellen damit rund ein Viertel aller heimischen Säugetierarten. Mittlerweile ist durch die Forschung bewusst geworden, dass alle bei uns lebenden Arten eigene Strategien entwickelt und ökologische Nischen besetzt haben, um ihre Lebensbe
dürfnisse zu stillen. Gemeinsam ist allen, dass sie sich ausschließlich von Insekten und anderen Gliedertieren ernähren. Insekten gibt es vor allem in den warmen Monaten des Jahres und so werden zu dieser Zeit auch die Jungen geboren. Nach dem Motto "zusammen sind wir stark" bilden die Weibchen Kolonien, um gemeinsam zu gebären und ihre Jungen zu säugen. Geselligkeit ist überhaupt eine besondere Eigenschaft unserer Nachtkobolde. Bei der Suche nach insektenreichen Jagdgebieten und neuen Quartieren kann man so auf das Wissen anderer zurückgreifen. Jedem einzelnen hilft dabei aber auch ein ausgeprägter Erkundungsdrang, der vermutlich ein Leben lang anhält. Zum Wohnen nutzen Fledermäuse vorhandene Hohlräume und Spalten. Dabei bevorzugen die einen vom Specht geschlagene oder vom Frost aufgesprengte Baumhöhlen, andere wiederum mögen warme Kirchendächer. Und selbst hinter einem Fensterladen oder in einer Spalte zwischen zwei Betonfertigteilen siedeln manchmal Fledermäuse. Im Winter jedoch, wenn es in diesen Unterschlüpfen zu kalt ist und die Insekten Mangelware sind, suchen sie nach frostsicheren Höhlen und Kellern. Dort verschlafen sie die nahrungsarme Zeit bis die Wärme des Frühlings das Insektenleben wieder neu zum Vorschein bringt. Ein Fledermausleben kann lange dauern. Einige Tiere durchlaufen den Jahreszyklus mehr als zwanzig Mal in ihrem Leben. Alljährlich können wir in den Sommermonaten fasziniert ihren Flugkünsten zusehen. Sie sind ein aufregender, ein belebender Teil unserer mitteleuropäischen Natur. Es liegt in unseren Händen diese sympathischen Tiere in unserer Nähe zu akzeptieren und ihre Lebensräume zu erhalten.
Fledermäuse brauchen Freunde. 
Thomas Stephan & Markus Dietz 

Die Dias

1Großes Bild Dia 1 Text Dia Federmäuse in Mitteleuropa
2Großes BildDia 2 Prolog Frühjahr:
Die länger werdenden Tage und die steigenden Temperaturen sorgen für Aufbruchstimmung: Insekten erwachen aus der Winterstarre, Zugvögel kommen aus ihren Überwinterungsgebieten zurück und aus den Knospen der Bäume spriest zart das erste Grün.
3Großes BildDia 3 Prolog Sommer:
Die Tageslängen erreichen ihren Höhepunkt. Pflanzen haben den maximalen Stoffwechselumsatz, bei den Tieren sind die Arten- und Individuenzahlen nun am höchsten. Die reichlich vorhandenen natürlichen Ressourcen gilt es zu nutzen, indem der Nachwuchs großgezogen wird.
4Großes BildDia 4 Prolog Herbst:
Kürzere Tage und fallende Temperaturen künden vom herannahenden Winter. Die Jungtiere beginnen selbständig zu werden. Einige Tierarten zieht es in wärmere Regionen und für die anderen gilt es, Reserven für die mageren Zeiten anzulegen.
5Großes BildDia 5 Prolog Winter:
Die Tage sind nun sehr kurz, alles in der Natur scheint zu ruhen. Der Stoffwechsel von Pflanzen und Tieren hat sich den geänderten Bedingungen angepasst.
6Großes BildDia 6 Winter Großes Mausohr im Winterschlaf
Um die kalte Jahreszeit zu überstehen ziehen sich die Fledermäuse in frostfreie Räume zurück. Sie zählen zu den Winterschläfern, der Körper wird abgekühlt und die Körperfunktionen auf ein Minimum reduziert.
7Großes BildDia 7 Winter Wasserfledermäuse im Winterschlaf
Tautropfen bedecken das Fell der Wasserfledermäuse. Neben ausreichenden Fettreserven ist der Wasserhaushalt von großer Bedeutung. Damit die Tiere während des Winterschlafes nicht austrocknen, muss das Quartier eine hohe Luftfeuchtigkeit besitzen.
8Großes BildDia 8 Winter Langohr im Winterschlaf
In einem zum Winterquartier umfunktionierten alten Wasserwerk hat sich ein Braunes Langohr frei an der Decke aufgehängt. Der Körper ist in die Flughäute eingeschlagen. Typisch für die Langohren ist das Umklappen der Ohren, die am Körper anliegen. Auf dem Foto ist nur der spitze Ohrdeckel (Tragus) zu sehen. Da bei Fledermäusen der Körperschwerpunkt durch die starke Ausprägung der Brust- und Rückenmuskeln im vorderen Drittel des Köpers liegt, ist es für die Tiere praktischer, mit dem Kopf nach unten zu hängen.
9Großes BildDia 9 Winter Zwergfledermäuse
In den Mauerritzen eines Schloßkellers überwintern diese Zwergfledermäuse. Dabei
bevorzugen unsere kleinsten Fledermäuse engste Schlitze von wenigen Zentimetern Durchmesser. Zwergfledermäuse schließen sich oft zu großen Überwinterungsgemeinschaften zusammen.  
10Großes BildDia 10 Winter Typisches Winterquartier in einem Bergwerksstollen 
Höhlen, Bergwerksstollen und Kellergewölbe sind ideale, da feuchte und frostfreie Winterquartiere. Manche Fledermausarten überwintern jedoch sogar in Hohlräumen alter Bäume.
 
11Großes BildDia 11 Winter Suchbild Breitflügelfledermaus: Winterquartier im Sandsteinfelsen 
Eine Breitflügelfledermaus hat sich tief in die Spalte eines Sandsteinfelsens zurückgezogen. Sie ist kaum zu sehen, wie überhaupt die meisten Fledermäuse im Winter spurlos verschwinden. Obschon durch jährliche Winterquartierkontrollen Bestandserfassungen versucht werden, sind kaum fünf Prozent der im Sommer vorhandenen Tiere im Winter aufzufinden. Die Breitflügelfledermaus auf dem Suchbild hat nach den Beobachtungen eines engagierten Fledermauskundlers fast den gesamten Winter in diesem Quartier verbracht.
 
12Großes BildDia 12 Winter Wasserfledermaus erwacht aus Winterschlaf 
Im zeitigen Frühjahr erwachen die Fledermäuse aus dem Winterschlaf. Bevor sie das Winterquartier verlassen, putzen sie sich ausgiebig, dehnen ihre Flügel und fliegen schließlich los. Auf dem Dia ist eine Wasserfledermaus beim Abflug zu sehen. 
 
13Großes BildDia 13 Frühling Wasserfledermaus fliegt aus dem Winterquartier aus 
Drei Blitzphasen eines Stroboskopblitzes dokumentieren den Ausflug einer Wasserfledermaus aus der Kalkhöhle in Bad Segeberg. Es ist Anfang April und das Wetter ist noch unbeständig. Trotzdem verlässt die Wasserfledermaus das Winterquartier und fliegt in die Nacht hinaus. Sie wird nun allmählich ihr Sommerquartier aufsuchen, das durchaus über 200 km entfernt liegen kann. 
14Großes BildDia 14 Frühling Wasserfledermaus im Flug 
Am Ende der Winterruhe sind die Fettreserven weitgehend aufgebraucht. Ihr hervoragendes Ortsgedächtnis führt die Tiere nun durch die Landschaft. Es gilt, möglichst schnell insektenreiche Jagdgebiete zu finden. 
 
15Großes BildDia 15 Frühling Braunes Langohr jagt Nachtfalter 
Mittels Ultraschallrufen werden die Beutetiere im Luftraum ausfindig gemacht und gezielt verfolgt. Alle mitteleuropäischen Fledermäuse leben von Insekten. Bis zu 5000 Mücken muss eine mittelgroße Fledermausart wie das Braune Langohr pro Nacht fangen, um nicht zu verhungern. Manche Nachtfalter registrieren allerdings die Ultraschallrufe und lassen sich unvermittelt fallen, so dass die Fledermaus irritiert ist. 
16Großes BildDia 16 Frühling Breitflügelfledermaus hinter Fensterladen 
Zwei Breitflügelfledermäuse haben hinter einem Fensterladen ein Zwischenquartier bezogen. Breitflügelfledermäuse sind typische Bewohner der Siedlungsbereiche, wo sie sich in enge Gebäudespalten zurückziehen. 
17Großes BildDia 17 Frühling Einsames Mausohrmännchen in Autobahnbrücke 
Die Zeit zwischen dem Ausflug aus dem Winterquartier und dem Eintreffen im Sommerquartier beträgt mehrere Wochen. Wo sich die Tiere in der Zwischenzeit aufhalten ist noch wenig bekannt. Insbesondere gibt der Aufenthaltsort der Männchen noch einige Rätsel auf. 
18Großes BildDia 18 Frühling Mausohrweibchen morgens 
In der Morgendämmerung fliegt ein Mausohrweibchen in ein Kirchendach ein. Das abgebildete Tier lebt bereits seit Ende April mit einigen hundert anderen Weibchen in einer sogenannten Wochenstubenkolonie, um gemeinsam mit den anderen ihr Jungtier großzuziehen. In der Nacht hat es bevorzugt Laufkäfer vom Boden aufgesammelt – eine typische Jagdstrategie dieser größten einheimischen Fledermausart. 30-40 große Laufkäfer muss ein trächtiges Mausohrweibchen nun jede Nacht erbeuten.
 
19Großes BildDia 19 Sommer Großes Mausohr Wochenstube in Kirchendach
Große Mausohren brauchen warme und zugluftfreie Räume, wie etwa Dachstühle von Kirchen oder alten Schulen. Traditionel werden bewährte Quartiere über Jahrzehnte alljährlich wieder aufgesucht. Bisweilen werden aber auch neue Quartiere erschlossen. Mittlerweile gibt es sogar mehrere Wochenstuben in Autobahnbrücken.  
20Großes BildDia 20 Sommer Großes Mausohr Wochenstube
Während einer kalten Wetterphase ist die Kolonie eng zusammengerückt, um sich gegenseitig zu wärmen und Energie zu sparen. Es sind etwa 300 Mütter, von denen die meisten unter ihrem Flügel noch ein Jungtier tragen. 
21Großes BildDia 21 Sommer Großes Mausohr Wochenstube 
An einem heißen Julitag ist die Kolonie über zwei Sparrenfelder verteilt. Biologen nennen das Phänomen „soziale Thermoregulation".
22Großes BildDia 22 Sommer Großes Mausohr Wochenstube, Jungtiere 
Die Jungtiere bleiben in der Wochenstube zurück, während die Weibchen in der Nacht zur Insektenjagd unterwegs sind. Mit ihren Fußkrallen halten sie sich an den rauhen Dachlatten fest. Sie rücken eng zusammen, da sie noch kein wärmendes Fell haben. 
23Großes BildDia 23 Sommer Junge Zwergfledermaus 
Eine wenige Tage junge Zwergfledermaus ist aus der Wochstube heruntergefallen und wird von einem herbeigerufenen Fledermauskundler wieder zurückgebracht. Sie wiegt kaum ein Gramm. Es wurde auch schon beobachtet, wie Fledermausmütter ihre rufenden Jungen vom Boden aufgenommen und in die Wochenstube zurückgetragen haben. 
24Großes BildDia 24 Sommer Junge Zwergfledermaus 
Die Wochenstube befindet sich hinter der Schieferverkleidung eines Flachdaches, das Jungtier steigt aus eigener Kraft im Rückwärtsgang in die Kolonie zurück.
 
25Großes BildDia 25 Sommer Wochenstube der Zwergfledermaus
Zwergfledermäuse bevorzugen im Gegensatz zu den Großen Mausohren wenige Zentimeter enge Spalten als Quartier. Diese Wochenstube mit 80 Tieren befindet sich im überdachten Pausenhof einer Schule und wird vom Hausmeister fürsorglich betreut. 
26Großes BildDia 26 Sommer Zwergfledermäuse 
Ab Ende August mehren sich die Meldungen über Fledermausfunde in Wohnungen. Die Jungen sind nun mobil und wollen die Welt erkunden. Dabei fliegen sie immer wieder auch durch offene Fenster in Wohnungen ein. Kein Grund zur Panik, denn die gerademal 5 Gramm leichten Zwerge sind für uns Menschen keine Bedrohung. Es hilft schon das Fenster aufzulassen und die kleinen Tiere verlassen am nächsten Abend ihren Hangplatz hinter der Gardine wieder freiwillig.
 
27Großes BildDia 27 Sommer Schwärmende Wasserfledermäuse 
Wie die Fledermauskinder von den Eltern lernen, ist noch nicht genau bekannt.ÊAuf-fällig ist jedoch die sogenannte „Schwärmphase" ab Mitte August vor und in den bekannten Winterquartieren. Durch Netzfänge konnte nachgewiesen werden, dass es sich bei den Trupps vor allem um Jungtiere handelt, wobei jedoch immer auch einige alte Tiere, meist Männchen zu finden sind.
 
28Großes BildDia 28 Sommer Wasserfledermäuse
Während der Erkundungsphase im August sind im Winterquartier spontane Clusterbildungen zu beobachten. Dabei treffen sich am Abend verschiedene Tiere an bevorzugten Hangplätzen und tauschen auch für uns Menschen als „Zetern" hörbare Soziallaute aus. Neuankömmlinge reagieren darauf, und es scheint die Tiere suchenden Kontakt gezielt.
 
29Großes BildDia 29 Herbst Wasserfledermäuse, Kopula 
Die Paarung der Fledermäuse fällt wohl überwiegend in den Spätsommer und Frühherbst. Der Zeitpunkt der Kopulation ist nicht genau festgelegt. Die Fleder-mausweibchen können das männliche Sperma in sogenannten Samentaschen über mehrere Monate bis über den Winter speichern. Erst mit den warmen Frühlings-temperaturen findet der Eisprung und die Befruchtung statt – ein einzigartiger Vorgang bei Säugetieren.
30Großes BildDia 30 Herbst  Wasserfledermaus, Einflug ins Winterquartier
Wenn die Fledermaus genügend Fettreserven für die lange, kalte Jahreszeit anlegen
konnte, fliegt sie zum Winterquartier. Der Einflug ins Winterquartier ist bei den Arten unterschiedlich. Er beginnt Mitte September und dauert bis Ende November.
31Großes BildDia 31 Schutz Umweltpädagogik, ökologisches Netz 
Bei Kindern gehören Fledermäuse zu den absoluten Lieblingstieren. Naturkundliche Bildung ist eine Vorraussetzung, um das Interesse an Naturphänomenen zu steigern. Wieviele Faktoren für einen intakten Fledermauslebensraum Voraussetzung sind, wird spielerisch durch das ökologische Netz verdeutlicht
32Großes BildDia 32 Schutz Quartierneuschaffung 
Es ist durchaus möglich, den Fledermäusen Quartiere anzubieten. An warmen, exponierten Stellen von Gebäuden werden solche Spaltenquartiere bisweilen recht schnell entdeckt. Noch besser ist es jedoch, wenn die Bauweise grundsätzlich wieder etwas offener für Fledermäuse wird. 
33Großes BildDia 33 Schutz Quartierneuschaffung 
Wer seinen Dachboden für die Fledermäuse öffnen will, kann auf eine Vielzahl von erprobten Methoden zurückgreifen. Hier wurde ein altes Dachfenster zu einem Fledermaus-Einflug umgebaut.
34Großes BildDia 34 Schutz Naturnaher Garten 
In einem vielfältigen und blütenreichen Garten fühlen nicht nur wir Menschen uns wohl. Die unterschiedlichen Pflanzenarten bilden die Grundlage für eine bunte Insektenvielfalt. Damit ist der Tisch auch für Fledermäuse reich gedeckt.
35Großes BildDia 35 Schutz Mensch – Fledermaus 
Nur wenige Menschen haben das Glück, eine Fledermaus aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie sind alles andere als aggressiv, wie ihnen manchmal angedichtet wird. Ihr Fell fühlt sich wunderbar weich an.
 
36Großes BildDia 36 Portraits Zwergfledermaus – Großes Mausohr 
In Deutschland ziehen 21 verschiedene Fledermausarten ihre Jungen groß. Unsere kleinste Fledermaus ist die rund 5 Gramm leichte Zwergfledermaus mit einer Spannweite von etwa 20 Zentimetern. Der Riese unter den heimischen Arten ist das über 30 Gramm schwere Große Mausohr mit eine Spannweite von 40 Zentimetern.
37Großes BildDia 37 Portraits Zweifarbfledermaus (Vespertilio murinus) 
Die Fellfärbung gab dieser mittelgroßen Fledermaus den Namen. Ihr Ver-breitungsschwerpunkt liegt im Nordosten Europas und erreicht in Deutschland ihre westliche Verbreitungsgrenze. Einzelne Wochenstuben sind nur aus Brandenburg, Mecklenburg und Ostbayern bekannt. Die Winterquartiere verteilen sich über Deutschland und bestehen wohl vor allem durch zugewanderte Tiere. Die Männchen balzen an kalten Herbsttagen in einigen Städten um hohe Kunstfelsen, wie z.B. dem Herkulesdenkmal in Kassel. Winterquartiere sind tiefe Mauer- und Felsspalten.
 
38Großes BildDia 38 Portraits Großer Abendsegler (Nyctalus noctula) 
Im Vergleich zu den Langohren hat der Große Abendsegler wesentlich kleinere Ohren. Er ist schwalbengroß und jagt in der frühen Abenddämmerung bisweilen noch mit ihnen am hohen Himmel, wo er u.a. Käfer, Eintagsfliegen und Schmetterlinge fängt. Er bewohnt im Sommer wie im Winter vor allem Baumhöhlen, ist aber manchmal auch hinter Hochhausverblendungen zu finden. Zwischen Sommer und Winterlebensraum können bis zu 1000 km liegen.
39Großes BildDia 39 Portraits Fransenfledermaus (Myotis nattereri) 
Sie ist eine mittelgroße Fledermaus mit einem auffällig hellen Bauch. Fransen-fledermäuse besiedeln sowohl Baumhöhlen, wie auch Gebäude. Sie jagt im Wald, über Wasser und in Kuhställen nach Zweiflüglern, Schmetterlingen und Käfern.
40Großes BildDia 40 Portraits Braunes Langohr (Plecotus auritus) 
Die Gesichter der Fledermäuse erzählen viel von ihrer Lebensweise. Das Braune Langohr hat auffällig lange Ohren und große Augen. Dies ist eine Anpassung an die besonderen Jagdmethoden dieser Fledermausart. In langsamem Flug suchen Langohren die Vegetation ab. Dabei flüstern sie ihre Ortungslaute, die mit dem Detektor kaum 5 Meter weit zu hören sind. Langohren sammeln ihre Nahrung oft direkt von Blättern, wobei vermutlich in hellen Nächten auch die Augen eine Rolle spielen. Das Nahrungsspektrum umfasst Schmetterlinge, Zweiflügler, aber auch Raupen und Spinnen.
Die Beschreibung der Diaserie ist auch als PDF Download (0,4 MB) verfügbar.

Best.-Nr. G62  Diaserie 89.00 € / Stück

Anzahl:
Alle Preise verstehen sich incl. MwSt und zuzüglich Versandkosten, die Sie bitte den aktuellen AGBs entnehmen.


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Erwin-Dietrich-Str. 3 
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