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Aach.
Der Flusslauf der Radolfzeller Aach schlängelt sich sozusagen vom
Hegau zum Bodensee durch das Herz des Landkreises. Nach und nach
wollen wir den gesamten Flusslauf nach jagenden Wasserfledermäusen
absuchen und 1996 haben wir reichlich die Hälfte dieses Vorhabens
bewältigt. Noch gibt es Zähllücken, aber wir können bereits sagen,
dass der Quelltopf der Aach, abgeschnittene Schlingen zwischen
Beuren und Hausen, das Gebiet des Singener Stadtparkes, die
Staustufe vor Bohlingen, die Altarme bei Rickelshausen und
schliesslich der Mündungsabschnitt des Flusses grössere Mengen
(Grössenordnung je 10-20 Tiere) von Wasserfledermäusen zur Jagd
anlocken. An fast allen anderen Flussabschnitten lassen sich mit
Geduld früher oder später auch Einzeltiere finden. Nahezu erfolglos
ist die Suche nur an schnellfliessenden Abschnitten oder an engen
Stellen mit beidseits üppig wachsenden Ufergehölzen, die nur 2-3m
Luftraum über dem Gewässer freilassen.
Bankholzen. Schon lange lag sie in der Luft - die Entdeckung der
ersten Wochenstube der Kleinen Bartfledermaus im Kreis Konstanz. Nun
endlich gelang sie hinter dem Fensterladen eines alten Bauernhauses
in Bankholzen, gut behütet von den interessierten Hausbewohnern.
Bietingen. Eines der Quartiere, die ständiger Überwachung
bedürfen, ist das Zollhaus in Bietingen, in dem Langohren eine
Wochenstube haben: in schöner Regelmässigkeit wechseln sich in
diesem gemeindeeignen Gebäude ruhige und weniger ruhige Sommer ab.
Zunächst begann es mit einem Brand in der darunter liegenden
Wohnung, dann konnten die Tiere ein Jahr ungestört leben, bevor der
Speicher von den im Haus wohnenden Kindern zum Abenteuerspielplatz
erklärt und mit allem möglichen Sperrgut vollgerümpelt wurde.
Nachdem nun wieder ein Jahr in Ruhe vergangen war, mussten wir 1996
erneut feststellen, dass die Tür zu Speicher nicht verschlossen und
auf dem Dachboden allerlei Gerümpel zu finden war. Immerhin müssen
doch wenigstens einige Langohren in den von uns geschaffenen
Spaltenquartieren anwesend gewesen sein, wie einzelne Kotkrümel
belegen.
Eigeltingen. Aufgrund einer alten Ringrückmeldung war uns bekannt
geworden, dass es in Schloss Eigeltingen vor 10 Jahren noch eine
Mausohrwochenstube gegeben hat. Teile des Schlosses sind bereits
renoviert worden, und damit für Fledermäuse nicht mehr zugänglich.
Der Rest, der noch zur Sanierung ansteht, konnte trotz erheblicher
Bemühungen auch des Regierungspräsidiums aufgrund von Terminproblem
des Besitzers nicht besichtigt werden - aber wir bleiben am Ball.
Eigeltingen. Aufgrund der Ergebnisse einer Höhlenkartierung
erhielten wir Kenntnis von einigen der wenigen Karsthöhlen im Kreis
Konstanz im Wasserburger Tal bei Eigeltingen. Im vergangenen Winter
konnten wir sie kontrollieren, wurden aber nur in der Hohlkreuzhöhle
fündig, in der drei Mausohren im Winterschlaf angetroffen wurden.
Ein viertes war wohl schon bei der Begehung im Februar tot und
konnte im Frühjahr im verwestem Zustand auf dem Höhlenboden
aufgefunden werden.
Engen/Anselfingen. Mit grossem Aufwand wurde der Eingang zu einem
Stollensystem am Hohenhewen verschlossen, in dem vor langer Zeit
Gips zur Düngung in der Landwirtschaft abgebaut wurde und in dem
heute vor allem Grosse Mausohren überwintern. Dies war nur durch die
Zusammenarbeit der Naturschutzverbände BUND und NABU, dem Umweltamt
und Bauhhof Engen und dem dortigen Forstamt möglich. Da der
Stollenzugang mitten im Wald an einer steilen Flanke des
Vulkankegels liegt, mussten wir das ganze Baumaterial und die
Maschinen mit einem Traktor anfahren, und den Beton für das
erforderliche, stattliche Fundament vor Ort von Hand anmischen.
Trotz des grossen Aufwandes rechtfertigt das Ergebnis die Arbeit:
pünktlich im Herbst hielten die Mausohren durch das neue Gitter
Einzug in die Höhle, um ihren jetzt ungestörten Winterschlaf
anzutreten.
 
Bei der Vergitterung von Winterquartieren ist meist viel Handarbeit
angesagt, wie hier beim Einbauen der Schalung und beim Betonieren
des Fundamentes am Hohenhewen.
Engen, Kloster St.Wolfgang. Eine der wichtigsten
Mausohr-Wochenstuben des Hegaus soll Nachbarn bekommen: Narren.
Obwohl der eigentliche Wochenstubenbereich räumlich von der
geplanten Zunftstube der Engener Fassnächtler abgetrennt ist, dient
der umzubauende Dachstock den Tieren als Durchflug nach draussen und
als Männchenquartier. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium sind wir
an den Planungen beteiligt und Mausohren (und deren Beschützer) vor
zwei Jahren schon Einzug ins Engener Narrenblättle erhielten, werden
wir natürlich unsererseits zu gegebener Zeit noch über die Narren zu
berichten haben...
Engen, Mühlbachschutzstollen. Ein mittelalterlicher Gewölbestollen
unter der Stadt Engen machte uns neugiereig. Können heute
Fledermäuse Winterschlaf halten, wo in grauer Vorzeit die Engener
Ledergerber ihr Wasser bezogen? Bisher war ein Zugang für
Fledermäuse nicht möglich. Im Zuge der Sanierung des ehemaligen
Gasthauses Linde, das sich an der Stadtmauer und damit an einem Ende
des Mühlbachschutzstollens befindet, war es möglich, eine Öffnung
für die Fledermäuse in der Stadtmauer anzubringen. Frisch vergittert
kann nun der ganze Stollen, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur
Mausohrwochenstube Kloster St.Wolfgang liegt, als Winterquartier
angenommen werden.
Espasingen.
Bis zu 80 Zwergfledermäuse haben sich in einer Spalte zwischen
ausgebautem Dachgeschoss und der Ziegeleindeckung eines Wohnhauses
breit gemacht. Da sich die kleinen Hinterlassenschaften der Tiere,
vor allem deren flüssigere Bestandteile, durch Spalten der Holzdecke
bis ins Wohnzimmer bemerkbar machten, wurden wir zur Hilfe gerufen.
Unsere Vorschläge werden hoffentlich zu einer langfristigen und für
die Fledermäuse positiven Lösung des Problems führen.
Gailingen.
Schon 1995 war am 21. August in einem Nistkasten bei Gailingen endlich
wieder einmal der lange erhoffte Fund einer beringten
Rauhautfledermaus gelungen und wir durften einen wertvollen Hinweis
erwarten, wo die bei uns überwinternden "Rauhhäute" eigentlich
herkommen. Die Nachricht traf im Frühjahr dieses Jahres ein und
enthielt ausser dem Hinweis auf den Geburtsort des Tieres im
heutigen Land Brandenburg (644km nordöstlich von Gailingen) eine
kleine Sensation: das Weibchen war genau 10 Jahre, 1 Monat und 8
Tage vor dem Wiederfund als Jungtier markiert worden und zählt damit
zu den ältesten bekannt gewordenen Rauhautfledermäusen überhaupt.
Ein kleines Rechenspiel hierzu: geht man davon aus, dass das Tier
regelmässig zwischen Wochenstuben- und Wintergebiet hin und
hergewandert ist (was wir aufgrund zahlreicher Befunde annehmen
dürfen), liegt die Gesamtleistung des rund 10g schweren Tierchens
bei über 13.000 Wanderkilometern - die abendlichen Jagdflüge noch
nicht mit eingerechnet!
Gailingen.
Jetzt hat die deutsche Seite auch ihre Wasserfledermaus-Flugstrasse.
Dass diese Erscheinung bisher aufs benachbarte Schweizer Gebiet
beschränkt war, lag weniger daran, dass sich die Fledermäuse hüben
anders verhalten als drüben, sondern eher an der bisher fehlenden
Nachsuche durch uns. In einer konzertierten Aktion zusammen mit
vielen begeisterten Kindern aus dem Kinderprojekt "Natur statt
Glotze" konnte diesem Mangel nun abgeholfen werden: immerhin 60
Wasserfledermäuse nahmen in kürzester Zeit den Weg vom Wald an den
Zählposten vorbei zum Rhein.
Gottmadingen.
Mittels Computer, Infrarotlichtschranke, deutschem Geld und schweizer
Knowhow werden hier seit 1996 Jahr sämtliche Ein- und Ausflüge an
der grossen Mausohr-Wochenstube registriert. Über dieses Projekt
werden wir in einer der nächsten Ausgaben ausführlicher berichten.
Hilzingen.
Auch aus Hilzingen gibt es jetzt einen Nachweis der Kleinen
Bartfledermaus, wenn auch einen zunächst unerfreulichen: vermutlich
durch eine Katze oder einen anderen Beutegreifer war ein junges
Männchen im Sommer so übel zugerichtet worden, dass es sich nur noch
in einen Fledermauskasten retten konnte, wo es gefunden und zu uns
gebracht wurde. Leider kam jede Hilfe zu spät. Dennoch macht uns der
Vorfall Hoffnung, dass in dieser Gegend vielleicht mit der
Entdeckung eines weiteren Bartfledermausquartieres gerechnet werden
kann.
Hohenfels.
Ausser den fundierten Berichten aus Schloss Möggingen kennen wir zum
Thema "ehemalige Hufeisennasenquartiere im Kreis Konstanz" nur noch
nebulöse Angaben aus Schloss Hohenfels unweit von Stockach. Höchste
Zeit also, dem dortigen Internat einmal wieder aufs Dach zu steigen.
Wir haben sämtliche Dachstühle des historischen Gebäudekomplexes
untersucht, aber natürlich keine Hufeisennasen gefunden. Dafür aber
Kotspuren, die auf Mausohrmännchen oder zumindest zeitweise
anwesende Mausohren hinweisen. Relativ zäh zeigen sich einige
"treue" Mausohren, die Jahr für Jahr in einem bereits seit 20 Jahren
zum Wohnhaus umgebauten Ökonomiegebäude in Hohenfels unter dem
Dachbalken hängen. Die Tiere lassen sich durch die Bewohner des
Hauses, die hier ihr Schlafzimmer haben, wenig beeindrucken
(umgekehrt übrigens auch!) und fliegen immer wieder durch im Sommer
geöffnete Fenster ein.
Liggeringen.
Von grosser Bedeutung für jagende Rauhautfledermäuse, Grosse
Abendsegler und Wasserfledermäuse scheint ein kleiner Waldweiher
oberhalb des Dörfchens Liggeringen zu sein. Bei Netzfängen und
Bat-Detektorbeobachtungen im Mai und August konnten wir hier allein
etwa 40 Wasserfledermäuse über der knapp tennisplatzgrossen
Wasserfläche registrieren.
Ludwigshafen.
Kaum haben wir vom Langohren-Sommerquartier in einem Mehrfamilienhaus
in Ludwigshafen am Bodensee durch einen aufmerksamen Mieter
erfahren, da steht auch schon die Dachstuhlsanierung an. Es dürfte
sich wohl um eine Wochenstube handeln, die wir durch Mitwirkung bei
der geplanten Sanierung des Daches in den nächsten Jahren
hoffentlich schützen können.
Markelfingen.
Die mit fast 200 Weibchen grösste Mausohr-Wochenstube im Kreis steht
vor einer heiklen Phase: die Turmzwiebel, in der sich die Tiere von
März bis Oktober aufhalten, muss komplett saniert werden. Bisher
konnten wir erreichen, dass die Arbeiten ins Winterhalbjahr verlegt
und weitgehend fledermausverträglich durchgeführt werden. Sehr
positiv anzumerken bleibt die grosse Kooperationsbereitschaft der
Kirchengemeinde und der beispielhafte Einsatz des
Regierungspräsidiums für die Fledermäuse. Über den Fortgang der
Sache werden wir berichten.
Möggingen.
Ein grösseres Projekt war die Erfassung der Fledermäuse im
Naturschutzgebiet Mindelsee bei Möggingen auf dem Bodanrück. Über
den Wasser- und Riedflächen jagen vor allem Wasser- und
Zwerg-/Rauhautfledermäuse und Grosse Abendsegler. In mühsamer Arbeit
wurden in einem Abschnitt des dortigen Bannwaldes Baumhöhlen
gesucht, erstiegen und auf Fledermausvorkommen abgesucht. Der
Abschlussbericht liegt inzwischen vor und kann bei uns eingesehen
werden.
Mühlhausen-Ehingen.
Nach rund 10 Jahren war es höchste Zeit, wieder einmal in die
Mausohr-Wochenstube im Pfarrschlösschen Mühlhausen-Ehingen
hineinzuschauen. Mit etwa 50 Weibchen hat sich die Zahl dieser
kleineren Wochenstube nicht verändert.
Öningen.
Im Dachstuhl der Öhninger Kirche befindet sich eine grosse
Mausohr-Wochenstube und in der Turmzwiebel ein Sommerquartier von
Langohren. Die Kirche wird gegenwärtig saniert und wir haben uns im
Vorfeld und während der Arbeiten engagiert, um das Beste für die
Fledermäuse "herauszuschlagen". Umfangreiche Beobachtungen und
Zählungen mit Infrarot-Kameras waren erforderlich, um die Ein- und
Ausflüge der Mausohren zu finden und erhalten zu können. Wie in
Markelfingen wurden die relevanten Bauarbeiten auf die Zeit nach
Abzug der Fledermäuse gelegt und unsere Vorschläge und
Verbesserungsmöglichkeiten zugunsten der Tiere trafen auf offene
Ohren. Da die Turmzwiebel komplett abgebaut werden musste und wir
ausschliessen wollten, dass hierbei evtl. noch spät anwesende
Langohren verletzt werden, wurde einige Tage vor Arbeitsbeginn etwas
unkonventionell ein fiependes Mittelwellenradio in der Zwiebel
aufgestellt. Ein ermutigender Beweis für ein allmählich anlaufendes
Warn-Netz folgte auf den Fuss: In einem lokalen Naturschutzzentrum
ging prompt der Anruf eines besorgten Bürgers ein, da würde jemand
Fledermäuse beunruhigen...
Radolfzell.
Auch das hatten uns die schweizer Nachbarn voraus (siehe Notiz über
Gailinger Wasserfledermäuse): ein Paarungsquartier des Mausohrs
unter einer Betonbrücke. Jetzt haben wir auch eins - in einer
Autobahnunterführung nördlich von Radolfzell
Reichenau.
Die Fledermauskästen zur Untersuchung an Paarungsquartieren der
Rauhautfledermaus am Bodensee waren im Herbst wie gewohnt gut
belegt: in 20 von 23 Kästen an der Pappelallee zur Insel hatten
Rauhautfledermaus-Männchen kleine Harems von bis zu 10 Weibchen um
sich versammelt.
Rielasingen.
Dass trotz guter Rechtsgrundlage längst nicht alle Fledermausquartiere
gesichert sind, lehrt uns der Fall einer Zwergfledermauskolonie in
Rielasingen: der Besitzer des Hauses empfindet die Tiere als störend
und da all unsere Vermittlungsversuche gescheitert sind, sich die
Duldung in solch einem Falle rechtlich gegen den Hauswirt wohl kaum
durchsetzen lässt und wir natürlich nicht neben jedes
Fledermausquartier einen Polizisten stellen können, sieht es düster
um die Zukunft dieses Quartieres aus.
Schaffhausen.
In Zusammenarbeit mit dem BUND Naturschutzzentrum Westlicher Hegau und
der finaziellen Unterstützung des Planungs- und Naturschutzamtes des
Kantons Schaffhausen konnte im vergangen Herbst die Freudentalhöhle
mit einem massiven Gittertor verschlossen werden. Damit sollte in
Zukunft gewährleistet sein, dass die Fledermäuse in der Höhle
ungestört überwintern können. Einen ersten Erfolg zeigten denn
bereits auch die Kontrollen im vergangenen Winter, bei denen bis zu
zehn Grosse Mausohren und ein Langohr nachgewiesen werden konnten –
eine Bestandeszahl, die sonst bisher in keinem unterirtischen Objekt
in der Region erreicht wurde.
Schleitheim.
Zum Nachweis einer rund sechzigköpfigen Zwergfledermaus-Wochenstube
kam in Schleitheim nun in unmittelbarer Nähe ein weiteres Quartier
dieser Fledermausart zum Vorschein. Beim Ausflug aus der
Dachverschalung des modernen Einfamilienhauses konnten Ende Mai
bereits mehr als 100 Alttiere beim Ausflug beobachtet werden. Da ein
Teil der zur genauen Artbestimmung abgefangenen Tiere trächtig war,
könnte es sich um eine (bezüglich der Kopfzahl für unsere Region
rekordverdächtige) Wochenstube handeln.
Singen.
Im bis obenhin ausgebauten Dachbereich des Singener Rathauses sollen
regelmässig Fledermäuse fliegen, hiess es. Ausser Kotkrümeln konnten
zunächst jedoch keine Hinweise darauf gefunden werden, um was es
sich hier handelt. Erst durch aufgestellte Videokameras kam es ans
(Infrarot-)Licht: hier führen einige Langohren ein äusserst
heimliches Leben. Für einfachen Zugang im Sommerhalbjahr sorgt
übrigens die Belegschaft der im Oberstock untergebrachten
Hausdruckerei: eigens für die Fledermäuse bleiben bestimmte Fenster
von Frühjahr bis Herbst offen.
Stockach.
Alles mögliche hatte in die seit Jahrzehnten eigentlich ungenutzten
Lagerkeller im Sandstein süwestlich des Ortes Einzug gehalten: alte
Traktoren, ein ganzer Partykeller, jede Menge Müll und ein paar
Fledermäuse als Winterschläfer. Letzteren verdankt die Stadt
Stockach, dass wir uns zum fledermausfreundlichen Verschluss der
Stollen engagiert haben und selber kräftig vor Ort aktiv waren.
Künftig werden die Fledermäuse hier ungestört winterschlafen können
und mancher Zeitgenosse wird sich bei beabsichtigter illegaler
Müllablagerung an diesem Ort schwer tun.
Thayngen.
Zufall oder nicht? Jedenfalls konnten wir im Zementwerk Thayngen, bei
dem wir im Zusammenhang mit den Höhlenvergitterungen gute Kunden
sind, ein Männchenquartier des Grossen Mausohrs nachweisen. Der
Nachweis wurde dank der Aufmerksamkeit eines ehemaligen Mitarbeiters
der Portland-Cementwerke Thayngen möglich, der die Kotansammlungen
unter dem Hangplatz bemerkte. Im Rahmen eines
Fledermaus-Vortragsabends konnte er den Kot als Fledermauskot
identifizieren, worauf er seine Beobachtung gleich meldete.
Volkertshausen.
Auch grosser Aufwand führt nicht immer zu grossen Ergebnissen: um den
teilweise überfluteten Abschnitt eines alten Bergstollens auf
winterschlafende Fledermäuse zu untersuchen, rückten wir mit
schweren Wathosen an, wurden dreckig bis über beide Ohren - und
fanden ein einziges Mausohr.
Weiterdingen.
Hier gibt es in einer Strasse an zwei Häusern
Zwergfledermausquartiere. Bei einer synchronen Zählung konnten 23
bzw. 121 Tiere beim Ausfliegen beobachtet werden. Aus dem
Vergleichen mit den Daten aus den vergangenen Jahren vermuten wir,
dass die Tiere wohl beide Quartiere kennen, und gelegentlich
untereinander wechseln.
Zoznegg.
Auch aus Zoznegg wurde uns ein neues Zwergfledermaus-Quartier mit etwa
30 Tieren gemeldet. Wie fast schon charakteristisch für diese Art,
handelt es sich auch hier um einen Neubau.
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