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(wf) Anfang Juni wurde uns eine
kleine, aber ausgewachsene Fledermaus gebracht, die in Konstanz auf
dem Boden liegend gefunden wurde, bei dortigen Tierschützern unter
"Zwergfledermaus" verbucht und liebevoll gepflegt wurde. Nun hätte
sie eigentlich freigelassen werden können, wenn sie nicht im letzten
Moment noch zwei quicklebendige, knapp hummelgroße Junge geboren
hätte. So kam die Kleinfamilie dann zu uns und Alexandra Sproll -
soeben frisch trainiert von den Spezialisten am Museum Karlsruhe zu
uns gestossen - erkannte sofort, dass es sich keineswegs um
Zwergfledermäuse, sondern um Vertreter der erst kürzlich als eigene
Art beschriebenen Mückenfledermaus (Pipistrellus pgmaeus) handelte.
Das
Auseinanderhalten von Zwerg- und Mückenfledermaus ist kniffelig
(siehe Foto), aber die Merkmale waren eindeutig und damit war auch
der erste Fortpflanzungsnachweis der Art für den Landkreis erbracht.
Leider nimmt diese Geschichte aber ein trauriges Ende, denn die
Jungen gediehen zwar zunächst prächtig, überstanden die kritische
Entwöhnungsphase und begannen bereits mit Flugübungen, als sie dann
leider völlig überraschend beide innerhalb kurzer Zeit starben.
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