Und zu die Tür ...

(wf) Endlich hat der "fledermausfreundliche Verschluss" des ehemaligen Gipsstollens am Hohenhewen bei Engen seinen Namen wieder verdient. Durch Abrutschen des weichen und sandigen Gesteins im Bereich des verstürzten, für Fledermäuse und schlanke Fledermauskundler jedoch passierbaren Stolleneingangs war das im Herbst 1996 angebrachte Gittertor leider schon nach wenigen Jahren wirkungslos geworden und konnte seitlich einfach umkrochen werden. Rechtzeitig vor der Winterschlafsaison konnten wir durch einen ausgeklügelten Anbau das Gittertor mit bis zu 60 cm langen und knapp zentimeterdicken Felsnägeln nachträglich so erweitern, dass der Verschluss des alten Stollens - für winterschlafende Fledermäuse und zugleich gegen allzu abenteuerlustige Kinder - wieder wirkungsvoll ist. 

Diese Lösung war zwar kostengünstig, aber dennoch nicht gratis zu bekommen. Wir danken dem Staatlichen Liegenschaftsamt Konstanz herzlich für die finanzielle Unterstützung sowie dem Umweltamt und der Forstverwaltung Engen, die mit ihrer unkomplizierten Kooperation massgeblich zum Gelingen beigetragen haben. Der Einbau vor Ort erfolgte in Eigenarbeit, die durchaus auch zur Knochenarbeit wurde: die Felsnägel mussten nicht nur durchs Gelände mühsam antransportiert, sondern anschliessend auch noch mit Bohr- und Vorschlaghammer in den Untergrund getrieben werden.

Vergitterung bei Engen
Zur Knochenarbeit wurde die Vergitterung bei Engen.  Bild: Alexandra Sproll

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