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Durch die Initiative des Lehrers
Dietrich Veigel hat das Jestettener "Wasserschlössli" nun eine neue
Funktion gefunden. Im
Wald nahe Jestetten befindet sich das Wasserschlössli, ein rund 100
Jahre alter ehemaliger Wasserhochbehälter. Im Stil der damaligen
Zeit gebaut und mit Zinnen versehen, ist das Wasserschlössli ein
beliebtes Ziel für Familienspaziergänge.
Nachdem Bauhofmitarbeiter der
Gemeinde Jestetten die Eisentüren mit Einflugsöffnungen versehen
hatte, wurde kürzlich das Innere des Wasserschlösschens
fledermaustauglich umgebaut. Die Helfer, darunter Schüler der
Hauptschule Jestetten und Fledermausexperten vom Naturschutzzentrum
Westlicher Hegau in Gottmadingen, befestigten Bretter an der Decke
des Wasserbehälters, woran sich die Fledermäuse festhalten können.
Dabei kamen auch der Notstromgenerator und die Schlagbohrmaschine
der Gottmadinger Fledermausschützer, die mit Mitteln des Landes
Baden-Württemberg und aus Spenden finanziert wurden, zum Einsatz.
Des Weiteren entfernten die Helfer allerlei Fallholz und Gestrüpp im
Umfeld des Wasserschlösslis, so dass ein besserer Zugang vorhanden
ist.
Im Inneren hatte sich in den
Jahren viel Müll angesammelt, der entsorgt wurde. Ferner wurden in
der Umgebung des Schlösschens mehrere Fledermausnistkästen
aufgehängt. Diese Nistkästen waren von Schülern der Hauptschule
gebaut worden und sollen als Sommerquartiere für die Flattertiere
dienen.
Da die benötigten frostsicheren
Winterquartiere rar geworden sind, stellt das Wasserschlössli jetzt
nach Aussagen von Dietrich Veigel einen wichtigen Beitrag zum Erhalt
der heimischen Fledermausarten dar. Der Umbau wurde von der
BUND-Ortsgruppe Jestetten und einheimischen Gewerbebetrieben
unterstützt. Zur weiteren Information wird es einen Vortrag der
Biologin Bettina Sättele über Fledermäuse geben. Dieses Beispiel
zeigt, dass durch den Einsatz engagierter Zivildienstleistender vom
BUND Gottmadingen Kooperationen und Projekte auch über die Grenzen
der Fledermausregion "Schaffhausen - Hegau - Bodensee" hinaus
möglich sind.
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