(ndu) Die Mopsfledermaus
(Barbastella barbastellus) ist mit einem Gewicht von ca. 10 g und
einer Flügelspannweite von ca. 26 cm eine mittelgrosse Fledermaus.
Im Gegensatz
zu den meisten anderen Fledermausarten ist sie leicht zu
identifizieren. Ihr mopsartiger Gesichtsausdruck und ihre breiten,
an der Stirn verwachsenen Ohren sind unverwechselbare Kennzeichen.
Mopsfledermäuse fliegen in der frühen Dämmerung zur Jagd aus. Sie
haben ein feines, fragiles Gebiss und fressen hauptsächlich
Kleinschmetterlinge. Sie sind auf die Jagd von hörfähigen
Nachtfaltern spezialisiert, welche sich ihrerseits in der
Räuber-Beute Coevolution darauf spezialisiert haben, mit ihrem
Hörorgan (Tympanalorgan) Fledermausrufe wahrzunehmen. Tatsächlich
konnten wir mehrfach beobachten, dass Mopsfledermäuse an uns vorbei
flogen ohne Geräusche am Detektor zu verursachen.
Die
Mopsfledermaus zählt zu den seltensten Fledermausarten. In ganz
Westeuropa ist die Mopsfledermaus rar und ihre Populationen sind
überall rückläufig. Sie gilt in der Schweiz, wie auch im
benachbarten Deutschland, als vom Aussterben bedroht (Rote Liste
Gefährdungskategorie 1).
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