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Beim
Rückblick in die vergangenen Ausgaben fällt mir auf, dass manche
Ausgaben mit dem Satz „Nach längerer Pause“ beginnen. Für diese
Ausgabe gilt dies auch.
An den Themen liegt es sicher nicht, eher schon an der Arbeit. Was
einst als Hobby begann, artet in Arbeit aus. Neben privaten
Verpflichtungen, neben zweifellos gestiegenen Anforderungen im
Beruf, bleibt da noch Zeit für zeitaufwendige Hobbies, lohnt es sich
da auch noch, Arbeit oder gar Ärger in den Fledermausschutz zu
investieren?
Für mich
kann ich dies noch mit einem uneingeschränkten ‚Ja’ beantworten.
Aber ich höre auch die Signale der Resignation und Frustration, und
nicht jeder kann noch die Zeit aufbringen, Fledermausschutz zu
betreiben.
Sorgen muss
man sich da machen, wo Resignation um sich greift und sich dadurch
Engagierte zurückziehen. Wo Ignoranz und, was zu vermuten ist,
teilweise auch die ganz gezielte Umgehung von
Artenschutzbestimmungen nur noch Ärger verursachen, weil man mit
ansehen muss, dass die von uns in den Fokus gestellte Artengruppe
einfach ignoriert wird, da muss man sich fragen, welche Haltung wir
als Fledermausschützer dem Problem gegenüber einnehmen.
Wo in Baubewilligungsverfahren Fledermäuse nicht vorkommen, da ist
etwas nicht in Ordnung. Wo Kirchendächer geöffnet werden im Wissen,
dass sich Quartiere darin befinden, da meine ich, soll die
Zurückhaltung gegenüber den „Tätern“ enden.
Es geht
aber auch anders! Freiwillig, kooperativ, wenn, ja, wenn man einen
vernünftigen Bauherrn und einen aufgeschlossenen Architekten bei
einem Bauprojekt vereinigt findet.
Die Sanierung der Waldschule Reichenau bei Konstanz war so ein
Beispiel. Seit vielen Jahren ist bekannt, dass sich dort unter dem
Dach ein Winterquartier des Grossen Abendseglers befindet. Ohne auf
die Details eingehen zu wollen – dies folgt vielleicht später –
trotz Wärmeschutzverordnung, trotz Solardach, trotz enger
Zeitvorgaben konnten beide im Gebäude befindlichen Quartiere Dank
der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Architekten vollumfänglich
erhalten werden. Wenn sich jetzt die Abendsegler regelmässig wieder
ienfinden, wäre der Erfolg perfekt. Ein Projekt, das Hoffnung macht
und zum Weitermachen auffordert.
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