Brandtfledermaus in Trasadingen...... Die Entdeckung der 16. Fledermausart im Kanton Schaffhausen und der Wochenstube einer bisher bei uns weitgehend unbekannten Art |
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(ds/hua)
Auffällig waren bei der Kontrolle des Quartieres, das über unsere
öffentliche Aufruf- Aktion gemeldet wurde, die Kotkrümel: Irgendwie
waren sie deutlich zu gross für Zwergfledermäuse oder Kleine
Bartfledermäuse, irgendwie aber auch wieder zu klein für Langohren,
auch wenn man sie von ihrer Struktur her am ehesten dieser Art hätte
zuordnen können. Aus diesem Grund beschlossen wir, der Sache auf den
Grund zu gehen und einen Stellnetzfang vor dem Quartier, das hinter
der Wandverschalung eines älteren Einfamilienhauses liegt,
durchzuführen. |
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Die
„Chegeli“ von Brandtfledermäusen scheinen im Vergleich zu den
Kleinen Bartfledermäusen grösser |
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Laut den
Hausbesitzern besteht diese Wochenstube schon seit mindestens 20
Jahren. In Anbetracht der Tatsache, dass eine so grosse Wochenstube
während so langer Zeit unbemerkt bestehen konnte, ist es auch
durchaus wahrscheinlich, dass in unserer Region noch weitere
Quartiere dieser bisher weitgehend unbekannten Fledermausart
existieren. |
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Blick in die Wandverschalung,
aus der die Brandtfledermäuse ausfliegen. Noch bleibt vor der
anstehenden |
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Brandtfledermaus |
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(ds)
Brandtfledermäuse (auch Grosse Bartfledermäuse genannt) haben eine
auffällige Ähnlichkeit zu ihren etwas kleineren Verwandten, den
Kleinen Bartfledermäusen. Die sichere Unterscheidung der Arten am
lebenden Tier ist nicht einfach und kann nur unter Einbezug mehrerer
Merkmale erfolgen: Beim Gebiss von Brandtfledermäusen sind
beispielsweise der zweite und der dritte Prämolar des Unterkiefers
ähnlich gross, während bei demjenigen der Kleinen Bartfledermäuse
der dritte Prämolar deutlich kleiner ist als der zweite und dieser
etwas weiter nach innen verschoben liegt. Brandtfledermäuse haben
ausserdem meist herzförmige Nasenlöcher sowie etwas längere
Unterarme (33.5 - 38.1 Millimeter im Vergleich zu 32.0 - 36.5
Millimeter). Weil ihre Unterscheidung so schwierig ist, werden die
beiden Bartfledermäuse mancherorts zusammen erfasst. Dies erschwert
eine genaue Bestandesangabe für Brandtfledermäuse, die als stark
gefährdet gelten. In ganz Baden-Württemberg sind bisher nur drei
Sommerquartiere dieser Fledermausart bekannt (Siemers und Nill,
2002). Aufgrund unserer Erkenntnisse und den Erkenntnissen von einer
Fangnacht am Weissenstein (Kanton Solothurn) im Spätsommer 2009
wurde der Bestimmungsschlüssel der Stiftung Fledermausschutz im
vergangenen Herbst überarbeitet und angepasst.
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© Copyright 2010 BUND Naturschutzzentrum Westlicher Hegau o Alle Rechte vorbehalten o Seitengestaltung: Dr. Michael Klinger o Wir wünschen allen Kunden und Fledermausfreunden viel Erfolg beim Fledermausschutz im Jahr 2012 o last updated 14.01.2012