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Eine gewichtige
Meldung durchrauscht derzeit den Blätterwald aller Zeitungen. Die
einen nennen es lapidar Rechtschreibreform, aber der gelernte
Naturschützer würde es wohl eher als Artensterben bezeichnen:
Jawohl, seit 1.8.99 ist das "ß" auf der Liste der vom Aussterben
bedrohten Arten zu finden. Eine immer stärkere Verbreitung des nah
verwandten und zur selben Familie der Zischlaute gehörenden "ss"
verdrängt das "ß" aus seinem angestammten Habitat. Nachdem es sich
in den rauhen Klimaten des Schweizer Gebirges schon seit Jahren
nicht mehr halten kann, verliert es nun auch im deutschen Flachland
die letzten Rückzugsräume.
Das "ß" ist
jedoch nicht allein. Gleichzeitig mit ihm verabschiedet sich ein
ganze Gattung von Kuriositäten vom "Ph" im Photo bis hin zum "h" im
Joghurt.
Wer unser
Mitteilungsblatt genau ließt, hat schon lange bemerkt, dass sich bei
uns dank rauher Schweizer Einflüsse das "ß" schon lange
verabschiedet hat. Sogar auf der Tastatur, in die ich diese Zeilen
einhacke gibt es dieses Zeichen schon offiziell und ohne Tricks
nicht mehr. Auch wir wollen uns bemühen, bei der Rechtschreibung
möglichst fortschrittlich zu sein. Aber als Fledermausschützer
schlägt doch manchmal noch ein Herz für Seltenes in meiner Brust:
Auf daß
das "ß" überlebe!
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