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Nach längerer
Pause ist es endlich wieder soweit: Sie halten Ausgabe 4 unseres
Mitteilungsblattes Fledermaus-Region Schaffhausen-Hegau-Bodensee
in Händen. Grund dafür, dass wir Sie mit Informationen so lange „auf
dem Trockenen" gelassen haben, ist nicht etwa, dass wir nichts zu
berichten gewusst hätten - im Gegenteil! Die vergangenen Monate
waren gekennzeichnet durch viele neue Herausforderungen. So läuft
etwa die Programmierung eines neuartigen Datenbanksystems zur
Erfassung von faunistischen Daten im Auftrag der
Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. auf
Hochtouren. Da viele alte Systeme mit dem Millenium-Problem
konfrontiert sind, soll es rechtzeitig zum Jahresende bereitstehen.
Und wie bei
mittlerweile vielen Projekten spielt auch hier grenzüberschreitende
Zusammenarbeit eine entscheidende Rolle. Nicht nur die Kooperation
zwischen den beiden Programmierern aus Freiburg im Breisgau und
Schaffhausen hat sich bereits bestens bewährt, sondern auch der
Aufbau des gesamten Systems ist so ausgelegt, dass es - trotz
einiger Hürden wie beispielsweise unterschiedlicher
Koordinatensysteme auf den Karten - beidseits der Grenze verwendet
werden kann. Darüber hinaus können auch Daten zwischen verschiedenen
Benützern beliebig ausgetauscht werden, was uns auch erlauben wird,
wertvolle Erkenntnisse über die ökologische Vernetzung in unserer
Grenzregion zu erhalten.
Solche
Erkenntnisse könnten dann wiederum Einlass in konkrete
Schutzmassnahmen finden. Dass dies in der Praxis jedoch nicht immer
einfach ist, hat sich kürzlich an einem Beispiel in Barzheim
deutlich gezeigt: der Vorschlag, die alten und nicht nur für
Fransenfledermäuse als Jagdgebiet enorm wichtigen
Hochstamm-Obstbäumbestände als schützenswerte Objekte in den
kantonalen Richtplan aufzunehmen (wie dies in Bibern, wo die
Barzheimer Fransenfledermäuse zeitweise ebenfalls jagen, der Fall
ist), wurde mit der Begründung politischer Überlegungen abgewiesen.
Es bleibt nun unsere Hoffnung, dass die Gemeinde trotzdem den Wert
ihrer noch intakten und auch auf den Menschen ausgleichend wirkenden
Umgebung erkennt und entsprechend nachhaltig handeln wird.
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