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Nach längerer Pause und nachdem die Fledermäuse in ihren
Winterquartieren wieder in tiefen Schlaf versunken sind, möchten wir
uns mit dieser Ausgabe der Fledermaus-Region wieder bei Ihnen
melden. Es geht - im Anschluss an die letzte Ausgabe - nochmals um
den Problemkreis "Fledermäuse in Kirchen". Warum beschäftigt uns
dieses Thema immer und immer wieder? Ganz einfach: viele Fledermäuse
sind ausgesprochen treue Kirchgänger. Die letzten grossen,
weitgehend ungestörten Dachräume für Mausohren und Langohren sind
zumeist unsere alten Kirchenbauten und kaum ein anderes Gebäude in
einer Ortschaft dürfte so viele Spalten, Nischen und sonstigen
Verstecke für weitere Arten bieten wie eben die Kirche. Wie die
Menschen in Notzeiten der Kirche zuströmen, könnte man das bei
etlichen Fledermäusen auch vermuten, auch wenn letztere natürlich
weniger ihr Seelenheil als vielmehr ganz banal eine Unterkunft
suchen.
Den Kirchenmännern und
-frauen erwächst daraus eine beachtliche Verantwortung: vielerorts
befinden sich Fledermausvorkommen in ihren Gebäuden, die von
überregionaler, in einigen Fällen sogar von landesweiter Bedeutung
sind. Diese Verantwortung wird nicht überall gerne übernommen, auch
wenn es sich hier im engsten Sinne um Verantwortung für die
Schöpfung handelt. Unter diesem schon etwas ausgehöhlten Begriff
haben übrigens viele Landeskirchen und ihre Untergliederungen
ermutigende Leitbilder entworfen. Allerdings hatte mancher dabei
wohl eher an die Blumenwiese vor der Kirche oder die Abfalltrennung
im Jugendraum gedacht - und weniger an die Gesellschaft hunderter
von Flattermännern, die scheinbar nichts als Schmutz,
Einschränkungen und Umstände bedeutet.
Wir möchten uns
herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie in der vergangenen Zeit
geholfen haben, die Werbetrommel für die Flattermänner kräftig zu
rühren und die Anliegen des Fledermausschutzes zu berücksichtigen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und bitten Sie
auch weiterhin um Ihre Unterstützung. Für die Fledermausschützer
unserer Region.
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