So ein Dreck ...

... von Wolfgang Fiedler


Winterquartierkontrollen haben bei Müttern, Lebensabschnittspartnern, Wohngemeinschaftskollegen etc. den unsterblichen Ruf, furchtbar schmutzig zu sein. In der Tat gibt es ein paar Höhlen und Stollen, bei denen man robbend nicht umhin kommt, sein Gesicht wenige Zentimeter über eine Schlammfläche zu schieben, die einen dann kurze Zeit später am Bauch doch noch erwischt und einen noch etwas später erstaunt feststellen lässt, dass man beim traditionellen Zwischenstopp im Cafe Zur Hoffnung in Stein am Rhein trotzdem noch bedient wird (die misstrauischen Blicke vom Nebentisch haben wir souverän zu ignorieren gelernt). Den Gipfel punkto Feuchtigkeit erlebten wir vor einigen Jahren in einem Stollen nahe Steisslingen, in dem es nur noch per Schlauchboot weiterging. Das allerdings war schon den Strapazen des Antransportes nicht recht gewachsen, nahm beängstigend schnell die Form einer im Wasser treibenden Alditüte an und veranlasste den Kapitän vom Dienst Klinger zu einer rasanten Untergrund-Halse um die erste unterirdische Havarie in der Geschichte Steisslingens zu vermeiden.

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