|
Winterquartierkontrollen haben bei Müttern, Lebensabschnittspartnern,
Wohngemeinschaftskollegen etc. den unsterblichen Ruf, furchtbar
schmutzig zu sein. In der Tat gibt es ein paar Höhlen und Stollen,
bei denen man robbend nicht umhin kommt, sein Gesicht wenige
Zentimeter über eine Schlammfläche zu schieben, die einen dann kurze
Zeit später am Bauch doch noch erwischt und einen noch etwas später
erstaunt feststellen lässt, dass man beim traditionellen
Zwischenstopp im Cafe Zur Hoffnung in Stein am Rhein trotzdem noch
bedient wird (die misstrauischen Blicke vom Nebentisch haben wir
souverän zu ignorieren gelernt). Den Gipfel punkto Feuchtigkeit
erlebten wir vor einigen Jahren in einem Stollen nahe Steisslingen,
in dem es nur noch per Schlauchboot weiterging. Das allerdings war
schon den Strapazen des Antransportes nicht recht gewachsen, nahm
beängstigend schnell die Form einer im Wasser treibenden Alditüte an
und veranlasste den Kapitän vom Dienst Klinger zu einer rasanten
Untergrund-Halse um die erste unterirdische Havarie in der
Geschichte Steisslingens zu vermeiden.
|