Langjährige Untersuchung in Winterquartieren ...... Positive
Bilanz für die Bestandsentwicklung in den vergangenen Jahren
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(hua) Für vier Winterquartiere im Gebiet entlang des Rheins zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen existieren seit 1981 praktisch lückenlose Aufzeichnungen. Konkret heist das, dass alle diese ehemaligen Lagerkeller währnd der Zeit zwischen November und März jährlich mindestens einmal begangen und nach Fledermäusen abgesucht wurden. Da alle Objekte jeweils gleichentags kontrolliert wurden, somit also ausgeschlossen werden kann, dass die Tiere während der Kontrolle von einem zum nächsten Keller umgezogen sind, wir sie also sozusagen nur „begleitet" hätten, und in den meisten Wintern mehrere Kontrollen in verschiedenen Monaten stattgefunden haben, ist es legitim, die Bestände innerhalb dieser speziellen Gruppe von Quartieren direkt miteinander zu vergleichen. Ein Blick auf Abb. 4 lässt erkennen, dass die jährliche Anzahl maximal nachgewiesener Fledermäuse stark variiert. Eine Erklärung für diese Bestandesschwankungen lässt sich zumindest auf Anhieb nicht finden. Interessant ist jedoch, dass die Bestandeszahlen seit dem Winter 1996/97 eine deutlich erkennbare Tendenz nach oben zeigen. Durchschnittlich war die Gesamtzahl der nachgewiesenen Tiere in den vergangenen fünf Jahren rund doppelt so hoch wie in den Jahren zuvor. Dabei ist auszuschliessen, dass wir früher viele Tiere einfach „übersehen" hätten, denn bei allen vier Objekten handelt es sich um Keller im Molassesandstein, es sind also keine Spalten und Ritzen vorhanden, wo sich die Tiere verstecken und so unserer Kontrolle entziehen könnten. Betrachtet man die einzelnen Fledermausarten, dann zeigt sich, dass abgesehen von den Langohren alle - wenn zum Teil zugegebnermassen nur in sehr bescheidenem Ausmasse - zulegen konnten, mit der Fransenfledermaus ist sogar noch eine weitere Art hinzugekommen. Zusammen mit den ebenfalls positiven Trends in den Sommerquartieren ist dies ein Indiz dafür, dass sich die Fledermausbestände in unserer Region in den vergangenen Jahren - zumindest für die untersuchten Arten und eben abgesehen von unserem allgemeinen „Sorgenkind" Langohr (mehr dazu in einer späteren Ausgabe) - wieder positiv entwickeln, sich also beispielsweise die intensiven Schutzbemühungen rund um die Mausohr-Wochenstuben nun durchaus auch auszahlen.
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Abbildung
4: Maximalsumme der jeweils zwischen November und März
nachgewiesenen Fledermäuse in den Winterquartieren Steinerweg oben,
Steinerweg unten (Stein am Rhein), Rodenberg (Diessenhofen) und
Paradies (Schlatt TG), gegliedert nach den einzelnen
Fledermausarten.
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