Editorial ...

... von Hansueli Alder

Immer wieder kommt es vor, dass uns Anrufe von Hilfe suchenden Personen erreichen, die eine verirrte, verletzte oder geschwächte Fledermaus gefunden haben. In diesem Fall sind wir als Fledermausschützer selbstverständlich gerne bereit, mit Rat und Tat beiseite zu stehen, soweit es unsere personellen und zeitlichen Ressourcen erlauben. Schwierig wird's für uns erst dann, wenn uns zu gewissen Zeiten fast täglich Anrufe erreichen und beispielsweise noch flugunfähige Jungtiere oder verletzte Tiere gepflegt und durchgefüttert werden müssen, wir uns gleichzeitig aber um unsere Fledermausschutzprojekte im Feld kümmern sollten. Da kann aus einem 20 Prozent-Job schnell einmal eine 100 Prozent-Beschäftigung werden.

Klar, wir könnten den Hilfesuchenden einfach sagen, dass bei uns jetzt „full House" sei und wir für sie im Moment nichts tun könnten. Doch wären Sie damit glücklich, wenn bei Ihnen selber eine Fledermaus gestrandet ist? Sicherlich würde dieses Vorgehen den Fledermäusen und Fledermausschützern nicht gerade Sympathien entgegenbringen.

Als einzige vernünftige Strategie zur Begegnung dieser unbefriedigenden Situation bleibt nur das sogenannte „Outsourcing" (um einen Modebegriff der Wirtschaftswelt zu verenden), konkret bedeutet dies die Auslagerung und Verteilung der anfallenden Arbeiten auf freiwillige Helferinnen und Helfer uns, die von uns in die Aufgabe der Fledermaus-Pflege natürlich entsprechend eingewiesen werden. Voraussetzung für das Funktionieren dieses Modells ist aber natürlich, dass wir einige Freiwillige finden, die bereit wären, sich dieser Aufgabe anzunehmen.

Wären Sie, liebe Leserin, lieber Leser interessiert, uns während der „Stosszeiten" bei der Pflege von Fledermäusen zu unterstützen? Wenn ja, dann melden Sie sich einfach bei einer der Kontaktpersonen z.B. bei Michael Klinger. Ihre Mitarbeit würde uns riesig freuen!

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